Meniskus OP
Dank der Fortschritte in der Medizin sind die Behandlungsmöglichkeiten bei Meniskusriss in den letzten Jahren vielfältiger geworden. Eine nicht optimale Behandlung kann zu einem frühzeitigen Gelenkverschleiß (Arthrose) führen.
Kniearthroskopie – Ein modernes, minimal- invasives Operationsverfahren
Meniskusoperationen werden heute arthroskopisch durchgeführt.
Arthroskopie bedeutet, dass für den Eingriff lediglich zwei ca. 3mm kleine Schnitte erforderlich sind. Über einen der Zugänge wird eine Optik mit Minikamera in das Gelenk eingeführt, über den anderen, feinste Operationsinstrumente, um den Meniskusschaden zu reparieren.
Meniskus OP - Welche Reperaturmöglichkeiten bestehen bei einem Meniskusriss?
Meniskusteilresektion
Gewöhnlich versucht man, den gerissenen Meniskus nach Möglichkeit komplett zu erhalten. Falls dies nicht möglich ist, weil Teile des Meniskus regelrecht zermürbt sind, werden nur die defekten Anteile entfernt (Teilresektion). So ist gewährleistet, dass der verbleibende intakte Restmeniskus möglichst groß bleibt und seine wichtige Funktion meist ohne nennenswerte Einbußen weiter erhalten bleibt. Ein weiteres Einreißen des Meniskus kann zudem verhindert werden.
Nach einer Meniskusteilresektion sollte das operierte Bein für 3–5 Tage entlastet werden, d. h. der Patient benutzt Gehstöcke beim Gehen. Die Heilungsphase sollte durch begleitende Physiotherapie d.h. Krankengymnastik, ggf. Lymphdrainage und Elektrotherapie unterstützt werden. Sportfähigkeit besteht in Abhängigkeit der betriebenen Sportart nach ca. 4–8 Wochen.
Meniskusnaht
Besteht ein glatter Meniskusriss an seiner Basis, d. h. dort wo er mit der Gelenkkapsel verwachsen und mit versorgenden Blutgefäßen durchsetzt ist, kann ein Meniskusriss genäht werden. Als Faustregel gilt: Je näher der Riss an der Gelenkkapsel liegt, umso eher kann an eine Meniskusnaht gedacht werden, da die Heilungschancen steigen. Statistisch bestehen leider in weniger als 10% der Fälle Verhältnisse, die es gestatten, einen Meniskus zu reparieren und somit komplett zu erhalten. Neben Nähten im klassischen Sinn setzt man heute auch gern spezielle Faden-Anker-Systeme ein.
Wird ein Meniskus genäht, verlängern sich die Nachbehandlungszeiten im Vergleich zur Meniskusteilresektion, da der genähte Meniskus Zeit zum Heilen braucht. Es ist eine Entlastung an Gehstöcken von etwa 3 Wochen notwendig. Zudem sollte das operierte Kniegelenk für weitere 3 Wochen nur gestreckt belastet werden. Begleitet wird die Heilungsphase durch entsprechende Physiotherapie insbesondere Krankengymnastik, um einem stärkeren Muskelabbau vorzubeugen. Sportarten, die das Kniegelenk intensiver belasten, sollten frühestens nach 3 Monaten wieder aufgenommen werden. Die im Verhältnis zur Meniskusteilresektion verlängerte Heilungsphase sollte der Patient jedoch in Kauf nehmen, um seinen kompletten Meniskus behalten zu können.
Meniskustransplantation
Ein gänzlich zerstörter Meniskus kann grundsätzlich ersetzt werden. Hierzu kann ein Spendermeniskus d. h. ein entsprechend aufgearbeiteter Meniskus eines Verstorbenen verwendet werden. Das Verfahren ist recht aufwendig und es besteht wie bei allen Organtransplantationen die Gefahr der Transplantatabstoßung, d.h. der transplantierte Meniskus heilt nicht ein und wird vom Körper wieder abgestoßen. In Europa stehen nur sehr begrenzt Spendermenisken zur Verfügung. Die Meniskustransplantation zählt somit eher in den Bereich der experimentellen Chirurgie.
Einsatz von Meniskusersatzgewebe (CMI)
CMI steht für Collagen Meniskus Implantat. Das Implantat besteht aus einem schwammartigen Gewebe aus hoch gereinigtem Collagen, das nach einer umfangreichen Teilresektion des beschädigten Meniskus (subtotale Meniskusresektion) arthroskopisch in das Kniegelenk eingebracht werden kann. Das CMI hat etwa die gleiche Form wie der Meniskus und wird anstelle des entfernten Meniskusgewebes an den kapselnahen im Gelenk verbliebenen Meniskusteil angenäht. Ziel ist, dass innerhalb von einigen Monaten von den Rändern aus neues Knorpelgewebe in das Collagengerüst einwächst, welches bei diesem Prozess quasi als formgebende Führungsschiene fungiert. Gleichzeitig werden die Collagenfasern nach und nach abgebaut. Wunsch ist, dass am Ende der Körper selbst einen belastbaren Meniskusersatz ausgebildet hat, dessen Form und Funktion weitgehend der ursprünglichen Situation entsprechen.
Die Nachbehandlung nach einem solchen Eingriff ist recht langwierig, so ist neben einer Entlastung von etwa 12 Wochen eine intensive Physiotherapie notwendig. Erste Studien zum Einsatz von CMI erscheinen vielversprechend, sind aber noch nicht abgeschlossen. Es wird sich erst in Zukunft abschließend beurteilen lassen, ob es sinnvoll ist, das technisch und finanziell aufwendige Verfahren routinemäßig durchzuführen. Sowohl gesetzliche als auch private Krankenkassen übernehmen bisher die Kosten von ca. 2.000 Euro für das Collagen Meniskus Implantat nicht.
Ihre Knie-Spezialisten
Durch die medizinischen Fortschritte ist für die bestmögliche Behandlung bei einem Meniskusriss ein Knie-Spezialist gefragt, der die gesamte Bandbreite der Meniskusbehandlung beherscht. Dr. med. Stefan Preis, Dr. med. Jörg Schroeder und Dr. med. Alexander Lages von der KLINIK am RING, Köln behandeln jährlich mehr als 700 Meniskusverletzungen.
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