MIT KÄLTE GEGEN CHRONISCHE SCHMERZEN DER WIRBELSÄULE

Die so genannte Vereisung der schmerzübertragenden kleinen Nerven an der Wirbelsäule (Cryoläsion der Rami dorsales) wenden wir beim chronischen Schmerzsyndrom vorwiegend im Bereich der Lenden- oder Halswirbelsäule an.

Durch die Voruntersuchungen, u.a. die Wirbelsäuleninfiltrationen, wird bestätigt, dass sich der Hauptauslöser der Schmerzen oft im Bereich des hinteren Abschnitts der Wirbelsäule (Bänder, Dornfortsätze, Gelenke) befindet. Meist ist ein höhergradiger Verschleiß in dieser Region ausschlaggebend, die dann auf konservative Therapiemaßnahmen, wie z.B. Physiotherapie oder Medikamente, nicht mehr genügend anspricht. Eine Wirbelsäulenoperation, wie z.B. eine Versteifung ist oftmals wenig hilf- oder sogar komplikationsreich.

Die Vereisung steht dem mit einer Erfolgsquote von 70-80% gegenüber:

  • Der Patient liegt auf dem Bauch
  • Es wird lokal betäubt und zumeist ambulant behandelt
  • Die Cryosonde wird bis zum Ort des Austritts der Rami dorsales (Wirbelsäule) vorgeschoben
  • Mittels geringem Reizstrom diese genauestens aufgespürt und ca. 2 Minuten bei minus 70° Celsius gefroren ("kältedenerviert")
  • Ein Röntgenbildwandler kontrolliert das Geschehen
  • Dauer der Vereisungsprozedur: 20-40 Min

Von der Kälte wird meist nichts gespürt. Es wird lediglich ein leichtes Ziehen wahrgenommen, dass nach etwa 30 Sekunden nachlässt bis kein Schmerz mehr ausgelöst werden kann. Zumeist sind ein oberer und ein unterer Vereisungspunkt je Wirbelsäulensegment notwendig, um Schmerzfreiheit zu erzeugen. In der Regel werden die unteren 3-4 Schmerznerven an Hals- und Lendenwirbelsäule, seltener der Brustwirbelsäule, "eingefroren", da diese Abschnitte durch die alltäglichen Belastungen besonders starken Verschleißerscheinungen unterliegen.

Älteres Paar im Cabrio
Vereisung 1
Vereisung 2