MIKROCHIRURGISCHE OPERATION: HALSWIRBELSÄULE

Wann sollte eine OP an der Halswirbelsäule erfolgen?

  • bei neurologischen Ausfällen im Bereich der abgehenden Nervenwurzeln (Taubheit und Schwäche der Arme)
  • bei Kompressionszeichen des Rückenmarks mit Störungen im Bereich der Beine, wie unsicherem Gehen
  • Bei reiner Schmerzsymptomatik (hartnäckiger Schmerz im Arm evtl. mit Kribbeln in den Fingern), die auf konservative Therapie nicht anspricht

Die mikroneurochirurgische Entlastung der Nervenwurzeln und des Rückenmarks erfolgt von vorn im Bereich der rechten Halsseite über einen kleinen Hautschnitt.

Dabei werden die Bandscheibe einschließlich des Bandscheibenvorfalls entfernt, die Nervenkanäle erweitert und ein Platzhalter (Cage) zwischen die Wirbel anstelle der Bandscheibe zur Stabilisierung eingesetzt. Die Operation ist im Vergleich zu den anderen mikrochirurgischen Eingriffen aufwändiger. Auch die Kosten sind höher.

Bei bestimmten Bandscheibenvorfällen an der Halswirbelsäule könnte unter Umständen eine minimal-invasive Methode mit einem sehr kleinen Hautschnitt in örtlicher Betäubung unter Einsatz vom Endoskop und Laser sowie Mikroinstrumenten in Frage kommen. In solchen Fällen wird diese Möglichkeit mit dem Patienten ausführlich besprochen.

Seit neuestem gibt es auch sog. "künstliche" Bandscheiben (Endoprothesen) für die Halswirbelsäule. Diese sind so konstruiert, dass sie sich auf Grund ihres weichen Kerns der Dynamik der Halswirbelsäule anpassen. Dadurch wird der Verschleiß der angrenzenden Bandscheiben nach der Operation minimiert! Der stationäre Aufenthalt ist nur kurz. Sehr schnell wird eine normale Belastbarkeit der Nacken- und Schulterrregion wieder erreicht.

BandscheibenprotheseBandscheibenprothese