Der Knochenaufbau in der heutigen Zeit     

Zur Wiederherstellung des durch Knochenschwund abgebauten (atrophierten) Kieferknochens steht uns heute eine ganze Reihe moderner Operationstechniken zur Verfügung. Sie ermöglichen einen Knochenaufbau in Zusammenhang mit dem Einpflanzen von Implantaten. Möchten Sie mehr Informationen zum Thema Implantate, klicken Sie bitte hier >

Knochen aus dem Beckenkamm: Wann?

Knochen vom Beckenkamm war seit Jahrzehnten das Knochenmaterial zur Rekonstruktion großer und sehr großer Kieferdefekte, z. B. Teile des Unterkiefers, eine ganzer Seite des Unterkiefers oder sogar fast des ganzen Unterkiefers. Beim Oberkiefer wird Beckenkamm nur dann verwendet, wenn der gesamte Alveolarkamm vollständig abgebaut/abgekaut ist und der Patient fast keinen Oberkiefer mehr hat.

Aber auch bei solch extremen Situationen ermöglicht uns heute die Mund-, Kiefer-, Gesichtschirurgie mit einen sicherlich etwas größeren aber absolut zumutbaren Eingriff den Ober- bzw. Unterkiefer wiederherzustellen und dem Patienten durch das Einpflanzen von Implantaten das Kauen wieder zu ermöglichen.

Knochen aus dem Unterkiefer: der Standard heute!

Knochen aus dem Unterkiefer, Knochenersatzmaterial und die Membrantechnik für die gesteuerte Knochenregeneration macht es heute möglich, bei über 96% unserer Patienten auch Kiefer mit sehr fortgeschrittenem, an manchen Stellen sogar extremem Knochenschwund aufzubauen und gleichzeitig Implantate zu setzen, egal ob im seitlichen Bereich des Unterkiefers oder des Oberkiefers.

Die Sinusbodenelevation (der „Sinuslift“) d. h. die Anhebung des Bodens der Kieferhöhle durch Auflagerung eines Gemisches von Knochen aus dem Unterkiefer und Knochenersatzmaterial ist heute eines der sichersten Verfahren für den Knochenaufbau am Oberkiefer, wenn wir die verloren gegangen Backenzähne mit Implantaten ersetzen wollen. Die Sinusbodenelevation und das Einsetzen der Implantate erfolgen immer in der gleichen Sitzung. Nach sechs Monaten werden die Implantate freigelegt und vom Zahnarzt die implantatgetragene Brücke angefertigt.

Der Satz „ mein Kiefer hat keinen Knochen mehr, ich kann keine Implantate bekommen“, den wir sehr häufig vom Patienten hören, ist grundsätzlich falsch. Auf schonende Weise kann hinter dem letzen Zahn des Unterkiefers, dort wo normalerweise der Weisheitszahn ist, so viel Knochen gewonnen werden, dass die Entnahme von Knochen aus dem Becken fast nie gebraucht wird.
Gerade diese Patienten mit großem Knochenschwund der Kiefer brauchen Implantate, damit sie wieder essen, sprechen und lachen können.

Herr lachend





























Röntgen Knochenschwund
Röntgen Knochenaufbau