Ein neues Profil für mehr Lebensqualität
Wenn man sich im Spiegel betrachtet und meint, der Unterkiefer oder das Kinn ist zu klein oder zu groß und die Zähne passen nicht so richtig auf einander, liegt eine Fehlentwicklung der Kiefer (Dysgnathie) vor. Bei vielen Menschen ist der Ober- und/oder Unterkiefer, von der Norm abweichend, zu stark oder zu wenig gewachsen. Es ist unsere Aufgabe herauszufinden, ob das Wachstum des Ober- oder des Unterkiefers oder sogar das Wachstum beider Kiefer von der Norm abweichen und zu einer Fehlstellung der Kieferbasen und somit auch der Zähne (Okklusionsstörung) führt. Das Vorliegen einer Okklusionsstörung ist einer der häufigsten Ursachen für das Auftreten von Kiefergelenksschmerzen und Schmerzen an der Kaumuskulatur.
Kieferfehlstellungen führen nicht nur zu Problemen beim Essen, Sprechen und Schlucken. Nicht jeder, aber viele der Betroffenen sind auch mit ihrem Aussehen, d. h. mit ihrem Gesicht nicht zufrieden. Sie fühlen sich damit nicht besonders wohl und können sogar psychisch darunter leiden mit Folgen im privaten wie auch beruflichen Leben.
Die orthopädische Chirurgie der Kiefer, d. h. zum Beispiel einen zu kleinen Unterkiefer durch Verlängerung seiner Kieferbasis hinter der Zahnreihe zu einen Unterkiefer mit normaler Größe zu entwickeln, bietet uns heute viele Möglichkeiten zur Korrektur auch komplexer Formen von Dysgnathien. Sie wurde über mehrere Jahrzehnte entwickelt und hat heute mit den modernen, besonders schonenden Operationsmethoden in den Händen eines erfahrenen MKG-Chirurgen einen sehr hohen Standard erreicht.
Trotzdem ist es auch heute unerlässlich, dass die Behandlung von Anfang an von einem Kieferchirurgen und einem Kieferorthopäden geplant und durchgeführt wird. Der Kieferorthopäde muss die Zähne von Ober- und Unterkiefer so richten, dass die Zahnreihen beide Kiefer bei der Operation perfekt aufeinander passen.
Die Behandlung der Dysgnathien ist eine kombinierte kieferorthopädische und kieferchirurgische Behandlung.



